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Bärenliseli, Wirtstochter und Stammmutter der Industriellenfamilie Gugelmann

 

Bärenliseli
alias Elisabeth Gugelmann-Widmer


Elisabeth, das berühmte Bärenliseli, war die Tochter von Kaspar Widmer von Othmarsingen und von Barbara Wälchli von Wynigen.

Der Vater war um 1790 vom Unteraargau in den Oberaargau gekommen, als Metzgerknecht zu Jakob Geiser, dem Pächter des Bären (gepachtet von Salomon Dennler). Zeitweise hatte Kaspar Widmer vorher lehensweise auch die Badwirtschaft geführt und die Kaufhauswirtschaft gepachtet. Kaspar Widmer konnte um 1800 den Bären von Salomon Dennler käuflich erwerben. So wuchs die hübsche Tochter, das Liseli, mit ihrer Schwester im Bären auf. Am 7. Januar 1798 wurde das Liseli getauft und an Ostern 1813 in der Kirche konfirmiert.

Die junge Tochter war äusserst hübsch und stand in ihrer Berner Tracht 1815 dem Maler Kuhn Modell (alt Langenthal 1815). Auch Friedrich Traffelet verewigte das junge Bärenliseli auf seinem berühmten Fresko im Bärensaal. Es stellt das Offiziersfest dar, welches 1822 in Langenthal stattgefunden hat. Kurz bevor Langenthal durch dieses Fest zum „Rütli der Schweiz“ des 19. Jahrhunderts wurde, heiratete das Bärenliseli den Arzt Johann Friedrich Gugelmann von Attiswil. Ihm übergab Kaspar Widmer 1840 den Bären.

Johann Friedrich war, wie der Schwiegervater, ein vielseitiger Mann. Neben seiner medizinischen Tätigkeit war er auch Inhaber der Lokalpostlinie Langenthal-Riedtwil und betrieb zudem noch Landwirtschaft.

Das Bärenliseli war die gute Seele im Bären und half mit den Betrieb in Schwung zu halten. Sie gebar Johann Friedrich auch einen Sohn gleichen Namens (Johann Friedrich II). Der Sohn wurde zum Gründer der Textilfabrik Gugelmann (Gugelmann-Künzli, in der Brunnmatt in Roggwil; vgl. seine Kurzbiographie).

Das Bärenliseli starb 1853.


Literatur:
350 Jahre Hotel Bären, von Adolf Steiner
Kirchenbücher Langenthal
Kohler: Alt Langenthal


Dieser Text wurde von Langenthals Stadtchronisten zusammengestellt.


Bild:
Bärenliseli

Bärenliseli
 

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