Klima- und Mobilitätsstrategie der Stadt Langenthal: Einladung zur Mitwirkung

9. Februar 2024
Wie kann Langenthal einen Beitrag zu den internationalen, nationalen und kantonalen Bemühungen zum Klimaschutz leisten? Welche Massnahmen sind nötig, um sich in Langenthal den Folgen des Klimawandels anzupassen? Antworten dazu wurden in der Klima- und Mobilitätsstrategie 2040 der Stadt Langenthal erarbeitet. Nun sind die Bevölkerung, die Unternehmungen und Organisationen von Langenthal zur Mitwirkung eingeladen. Um die Eingabe einer Stellungnahme zu erleichtern und eine effiziente Auswertung der Stellungnahmen zu ermöglichen, wird dazu erstmalig die digitale Plattform «E-Mitwirkung» eingesetzt.

Der Klimawandel und dessen Auswirkungen stellen für die Menschheit eine der wohl grössten Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Einerseits müssen Treibhausgasemissionen reduziert werden (Klimaschutz) und andererseits sind Massnahmen zu treffen, um sich den Folgen des Klimawandels anzupassen (Klimaanpassung).

Mit der Klima- und Mobilitätsstrategie 2040 (KMS2040) setzt sich die Stadt Langenthal konkrete Ziele, um einen Beitrag zu den internationalen, nationalen und kantonalen Bemühungen zum Klimaschutz zu leisten und ein angenehmes Stadtklima sicherzustellen. So sollen die Treibhausgasemissionen der Stadtverwaltung bis 2035 und die Treibhausgasemissionen auf dem gesamten Stadtgebiet bis 2040 auf Netto-Null reduziert werden und die ressourceneffiziente Mobilität (Fuss-, Velo- und öffentlicher Verkehr, kombinierte Mobilität) intensiviert werden. Um diese Ziele zu erreichen, wurden 37 Unterziele definiert, welche durch die Umsetzung eines Massnahmenkatalogs mit 125 Massnahmen erreicht werden sollen.

Da viele Aspekte des täglichen Lebens einen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen oder den Umgang mit den Folgen des Klimawandels haben, greift die KMS2040 verschiedene Themen auf. Nebst den eher offensichtlich klimarelevanten Themen wie Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Verkehr werden auch Themen wie die Gesundheit der Bevölkerung, öffentliche Grün- und Retentionsflächen, öffentliche Finanzflüsse und soziale Ungleichheit behandelt.  

Öffentliche Mitwirkung auch digital möglich

Die KMS2040 soll den Startschuss für einen effizienten Klimaschutz, einen pragmatischen Ansatz zur Klimaanpassung und zur Änderung der Mobilitätskultur in Langenthal setzen. Dazu braucht es Verhaltensänderungen und Investitionen, um Bestehendes zu erhalten und Neues zu schaffen. Nur gemeinsam, wenn Bevölkerung, Unternehmen und Organisationen in die gleiche Richtung arbeiten, können der Klimawandel und seine Folgen bewältigt werden.

Die Stadt Langenthal möchte deshalb Ihre Meinung zur KMS2040 erfahren. Bis am 31. März 2024 besteht die Möglichkeit, zur Strategie Stellung zu nehmen. Um die Mitwirkung für alle Beteiligten einfacher und effizienter zu gestalten, wird erstmalig die digitale Plattform «E-Mitwirkung» eingesetzt. Sie ermöglicht eine einfache, anwenderorientierte Online-Erfassung der Stellungnahmen. Das Instrument wird schweizweit erfolgreich eingesetzt und erfüllt höchste Datenschutz- und Sicherheitsstandards.

Der Prozess der digitalen Mitwirkung ermöglicht einerseits eine unkomplizierte Erfassung der Stellungnahmen für die Bevölkerung und Organisationen, andererseits kann die Stadt Langenthal die elektronisch eingereichten Anliegen papierlos und damit deutlich effizienter auswerten und bearbeiten. Die Möglichkeit, analog mitzuwirken, besteht aber weiterhin. Entsprechende Eingaben können bei der Fachstelle Umwelt und Energie, Jurastrasse 22, 4901 Langenthal eingereicht werden.

Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit

Begleitend zur öffentlichen Mitwirkung findet am Donnerstag, 29. Februar 2024 um 19.00 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Alten Mühle (Mühleweg 23) in Langenthal statt. An der Veranstaltung wird über die wichtigsten Punkte zur Klima- und Mobilitätsstrategie 2040 sowie über die neue Plattform "E-Mitwirkung" informiert.

Der Gemeinderat freut sich, mit der digitalen Mitwirkung den Einbezug der Bevölkerung verbessern zu können und dankt den Teilnehmenden für die Übermittlung der Stellungnahmen bis zum 31. März 2024.

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