Max Jufer, Gemeindepräsident

18. Feb. 2026 - 18. Feb. 2046

Als Sohn des Lotzwiler Posthalters und Grossrats Walter Jufer wurde Max Jufer früh mit Geschichte, Land und Leuten des Oberaargaus vertraut. In der Sekundarschule prägte ihn Jakob Reinhard Meyer, dessen Nachfolge er später als Dorfchronist und Herausgeber der Langenthaler Heimatblätter antrat. 1953 promovierte Jufer bei Hans von Greyerz über das Siebnerkonkordat von 1832 und legte damit das Fundament für seine akribische lokal- und regionalgeschichtliche Forschung. Auch als Mittelalterhistoriker machte er sich mit Studien zu den Adelsgeschlechtern des Oberaargaus einen Namen.

Max Jufer war auch ein begnadeter Lehrer an der Sekundarschule und am Seminar Langenthal. Seine lebendigen Geschichtsstunden und Exkursionen prägten Generationen. Vielen Langenthalern ist Max Jufer auch als langjähriger Kadettenleiter bekannt.

Als Präsident der Historischen Gesellschaft, Leiter der Forschungsstiftung und Mitbegründer des Langenthaler Museums wirkte er jahrzehntelang prägend. Er erhielt die Justingermedaille (1988), den Kulturpreis der Stadt (1993) und wurde 1998 als erster Nicht-Politiker Ehrenbürger. Bis ins hohe Alter blieb er geistig wach, gesellschaftlich engagiert und sportlich aktiv.

Max Jufer war für die SVP während vier Jahren im Grossen Gemeinderat von Langenthal. Er war verheiratet, geschieden und Vater eines Sohnes und zweier Töchtern.

Literatur:
Langenthaler Heimatblätter 2001
„Vom Dorf zur Stadt“


Dieser Text wurde von den Langenthaler Stadtchronisten Daniel Gabarell und Simon Kuert zusammengestellt.