Ischi Hans

Hans Ischi war der zweite hauptamtliche Gemeindepräsident von Langenthal. Sein Vater war Posthalter auf der Oschwand. Nach der Grundschule besuchte er das Gymnasium in Burgdorf, anschliessend studierte er an der Universität Bern und verliess die Hochschule 1940 mit dem Patent als Bernischer Notar.

Nach dem Studium arbeitete er zunächst bei der Eidgenössischen Militärversicherung, bis er dann 1941 das Notariatsbüro Müller im damaligen Leuebrüggli übernahm. Bereits 1943 wählte ihn die Bevölkerung des Amts Aarwangen als Mitglied der damaligen BGB zum Regierungsstatthalter des Amtsbezirks. 1952 wurde er als Nachfolger von Walter Morgenthaler zum Gemeindepräsident von Langenthal gewählt. Er diente der Gemeinde 26 Jahre in dieser Funktion. Das Dorf erlebte in seiner Amtszeit eine starke Entwicklung und wuchs von 9000 Einwohnern (1953) auf 13’226 Einwohner (1978).

In seiner Amtszeit entstand der neue Bahnhof, das Postgebäude und der Übergang von Kohlegas auf Erdgas. Ebenfalls war er als Gemeindepräsident an den Neubauten der Primarschulanlagen Hard und Elzmatte beteiligt, ebenso des Seminars und des Gymnasiums. Er förderte zudem den Umbau des Regionalspitals.

Er wirkte als Bernischer Grossrat während drei Leigislaturperioden (1962-1974) und präsidierte auch die bernische Staatswirtschaftskommission.
Hans Ischi war mit mit Gertrud Ischi verheiratet, sie hatten drei Kinder.


Literatur:
Langenthaler Heimatblätter 2001
„Vom Dorf zur Stadt“


Dieser Text wurde den Langenthaler Stadtchronisten Daniel Gabarell und Simon Kuert zusammengestellt.


Bild:
Hans Ischi
Gemeindepräsident von 1953-1978

Hans Ischi