Schulzentrum Elzmatte: Ökologische Aufwertung und Entfernung invasiver Kirschlorbeerbestände
Der immergrüne Kirschlorbeer stammt ursprünglich aus Kleinasien und war aufgrund seines dichten Sichtschutzes lange eine beliebte Gartenpflanze. Seit dem 1. September 2024 gilt er in der Schweiz offiziell als invasiver Neophyt. Die Pflanze breitet sich stark aus, verdrängt einheimische Arten und beeinträchtigt natürliche Lebensräume. Da die Samen durch Vögel verbreitet werden, lässt sich eine weitere Ausbreitung kaum verhindern. Deshalb sollen bestehende Bestände schrittweise entfernt werden.
Die betroffenen Flächen im Schulzentrum Elzmatte umfassen unterschiedliche Bereiche wie Lichtschächte, Strassenbegleitflächen und bestehende Wildhecken. Entsprechend wurden die Neubepflanzungen standortgerecht und unter Berücksichtigung der jeweiligen Nutzung geplant.
Neophyt oder invasiver Neophyt
Neophyten sind Pflanzenarten, die seit etwa 1492 durch den Menschen in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren. Viele dieser Arten sind unproblematisch. Von invasiven Neophyten spricht man hingegen, wenn sich solche Pflanzen stark und unkontrolliert ausbreiten und dadurch heimische Arten oder Ökosysteme beeinträchtigen oder wirtschaftliche beziehungsweise gesundheitliche Schäden verursachen. Der Kirschlorbeer zählt in der Schweiz zu diesen invasiven Arten.
Ziele des Projekts
Mit dem Projekt verfolgt die Stadt Langenthal im Umfeld des Schulhauses Elzmatte mehrere Ziele:
- Entfernung invasiver Neophyten
- Förderung der Biodiversität und einheimischer Pflanzenarten
- Ökologische Aufwertung des Schulareals
- Schaffung von Aufenthalts- und Lernräumen mit pädagogischem Mehrwert
- Entwicklung eines Modellprojekts für weitere Standorte
Schrittweise Umsetzung in den kommenden Jahren
Die Analyse der bestehenden Situation sowie die Planung der Entfernung und Neugestaltung wurden bereits abgeschlossen. In den nächsten Schritten erfolgt die konkrete Umsetzung in Zusammenarbeit mit dem Werkhof, der Schule, Schulklassen sowie dem Verein BirdLife Langenthal.
Die Umsetzung erfolgt voraussichtlich etappenweise über die kommenden drei Jahre. Dabei sollen Synergien genutzt und bestehende Materialien nach Möglichkeit wiederverwendet werden. Die erste Etappe soll im Herbst 2026 umgesetzt werden.
Mit dem Projekt setzt die Stadt Langenthal ein Zeichen für nachhaltige Grünraumentwicklung und den verantwortungsvollen Umgang mit invasiven Neophyten.
Zugehörige Objekte
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| Mitteilung des Gemeinderats (PDF, 65 kB) | Download | 0 | Mitteilung des Gemeinderats |